Mundgeruch – So wird der Atem wieder frisch
Schlechter Atem stört Sozialkontakte
Anaerobe Keime zersetzen Eiweiße in der Nahrung und produzieren schwefelhaltige Ausgasungen

Das Lächeln kann noch so bezaubernd sein: Wenn beim Smalltalk üble Gerüche im Spiel sind, verdirbt das schnell die Stimmung. Wer die Ursachen kennt, kann eine miefige Fahne aktiv vermeiden.

Corona verliert vielerorts an Bedeutung, die Menschen reden in der Regel wieder ohne Mundschutz miteinander. Damit ist auch ein altbekannter Störfaktor beim zwanglosen Smalltalk zurück: Ein unangenehmer Mundgeruch des Gesprächspartners. Manchmal lässt sich die Ursache leicht erklären. Ein zuvor verzehrtes, mit Zwiebeln garniertes Fischbrötchen, eine Dönertasche oder die Rauchpartikel von Zigaretten können die ausgeatmete Luft zu einer miefigen Angelegenheit werden lassen.

Doch auch wenn eher neutral riechende Lebensmittel verspeist werden, entstehen bei einigen Menschen im Mund faulige Gerüche (Zahnärzte sprechen von Halitosis). Viele Betroffene wissen sogar darum und vermuten dahinter Probleme mit dem Magen. Dies ist jedoch selten die Ursache. In mehr als 80 Prozent der Fälle kann die Quelle der Ausdünstungen im Mundraum verortet werden.

Meist sind es anaerobe Bakterien, deren Stoffwechselprodukte zum Teil aus leicht flüchtigen schwefelhaltigen Gasen bestehen. Oft hilft schon eine verbesserte Mundhygiene, um die Gerüche einzudämmen. Fehlerhafte oder unzureichende Putzroutinen schleichen sich in der Hektik des Alltags schnell ein, in manchen Bereichen der Mundhöhle haben Keime dann die Möglichkeit ein ungestörtes Dasein zu fristen.

Zahl der Keime reduzieren

Wer nur auf seine Zahnbürste vertraut, ist meist vom Ziel einer optimalen Mundpflege noch weit entfernt. Zahnseide und Interdentalbürsten reinigen die Regionen zwischen den Zähnen (besonders im hinteren Bereich der Zahnreihe tummeln sich etliche Bakterien), Zungenschaber entfernen Keime aus der rauen gefurchten Oberfläche der Zunge. Diverse Mundspüllösungen sorgen zusätzlich für einen effektiven Rundumschlag gegen Mikroben in den meisten schwer zugänglichen Stellen im Mundraum.

Hilft die Optimierung der Mundpflege daheim nicht weiter, ist auf jeden Fall der Rat eines Zahnarztes einzuholen. Laut mehrerer Studien können vor allem die Volkskrankheiten Gingivitis und Parodontitis für schlechten Atem verantwortlich sein - diese sollten immer umgehend behandelt werden. Zudem hat jeder gute Zahnmediziner ein paar weitere Asse im Ärmel, wenn es um die Bekämpfung übelriechender Keime geht.

Denn selbst wenn Zahnfleisch und Zahnbett ohne krankhaften Befund sind, will bei manchen Patienten der Mundgeruch nicht verschwinden. Dann haben eventuell anaerobe Bakterien ein Versteck in den Furchen der Mandeln gefunden und dort Mandelsteine (oder Tonsillensteine) besiedelt. Diese käseartigen Klümpchen aus verkalkten Essens-, Zell- und Schleimresten sitzen zum Teil jahrelang tief in den Krypten der Gaumenmandeln und können nur mechanisch entfernt werden. Spezielle medizinische Instrumente, Mundduschen oder Schröpfgläser sind gängige Hilfsmittel, um diese Steinchen wieder loszuwerden.

Wenn der Speichelfluss abnimmt

Eine weitere häufige Ursache für unangenehme Gerüche kann ein verminderter Speichelfluss sein. Dieser erhöht generell das Risiko für Zahnerkrankungen, stört unter anderem aber auch den Abtransport von Zersetzungsprodukten und Keimen. Die sogenannte Hyposalivation ist einerseits eine häufig auftretende Alterserscheinung, wird aber auch von chronischen Krankheiten und einer Reihe von Arzneimitteln ausgelöst. Zahnärzte können dies leicht anhand des Anamnesebogens überprüfen. Patienten mit starker Mundtrockenheit wird neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr (mindestens 1,5 Liter am Tag) auch das regelmäßige Kauen von Kaugummis empfohlen. Außerdem kann erwogen werden die Polypen entfernen zu lassen. Sie sind häufig für eine Mundatmung im Schlaf verantwortlich, die eine Austrocknung der Mundhöhle zur Folge hat.

Eine aktuelle Untersuchung aus Brasilien widmete sich Senioren, die älter als 60 Jahre waren. Hier kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass offenbar eine höhere Zahl verbleibender Zähne auch zu einem Mehr an Mundgeruch führt. Zudem schien ein höherer Bildungsgrad die Wahrscheinlichkeit für einen üblen Atem zu senken. Wenig überraschend führte auch ein mangelhafter Zugang zu zahnmedizinischer Versorgung zu mehr Halitosis.

Foetor ex ore wie Zahnmediziner die üblen Gerüche auch nennen, ist keineswegs nur ein Problem älterer Menschen. Auch Kinder verströmen bisweilen aus dem Mund faulige Aromen, was deren soziale Interaktionen durchaus negativ beeinträchtigen kann. Bei einer jüngeren Studie in Italien wurde eine Gruppe von 50 Kindern mit einem Gaschromatographen untersucht. Es zeigte sich, dass mehr als die Hälfte intensiv aus dem Mund roch. Verantwortlich machten die Forscher dafür ein bestimmtes Enzym (ß-Galaktosidase) im Speichel der Betroffenen. Besonders ausgeprägt war die Geruchsentstehung bei Jugendlichen mit festsitzenden Zahnspangen.

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